Ob du als Hobby-Schweißer an einer alten Werkbank arbeitest, als Handwerker Reparaturen an der Hofeinfahrt ausführst oder als Baustellenpersonal draußen Stahlträger verbindest: Schweißen im Freien bringt spezielle Risiken mit sich. Wind kann die Schutzgaswolke bei MIG- und TIG-Schweißverfahren stören. Regen macht Geräte und Flächen rutschig. Trockene Vegetation erhöht die Brandgefahr. Die Lichtbogen-UV-Strahlung schädigt Augen und Haut, auch für Unbeteiligte in der Nähe. Funkensprünge und glühende Schlacke lösen Brände aus. Und in öffentlichen Bereichen musst du Passanten schützen und gesetzlichen Vorgaben folgen.
Hinzu kommen praktische Probleme. Feuchte oder verschmutzte Bauteile verschlechtern die Schweißnaht. Starke Böen blasen Personalschutz und Absperrungen um. Falsche Erdung kann Stromschläge begünstigen. Außerdem entstehen Schweißrauch und Gase, die bei Wind in andere Bereiche getragen werden. Viele dieser Gefahren lassen sich mit klaren Maßnahmen minimieren.
In diesem Artikel zeige ich dir konkrete Sicherheitsvorkehrungen für Einsätze im Freien. Du bekommst Tipps zur persönlichen Schutzausrüstung. Du lernst, wie du Arbeitsplätze wetterfest einrichtest. Es gibt Hinweise zu Absperrungen, Brandwache und rechtlichen Pflichten. Am Ende hast du eine praktische Checkliste, die du vor jedem Außenauftrag anwenden kannst. So arbeitest du sicherer und vermeidest typische Fehler.
Wichtige Warnhinweise und Sicherheitsregeln für das Schweißen im Freien
Hauptgefahren
Beim Schweißen im Freien treten mehrere Risiken auf. Wind stört Schutzgas und verteilt Funken. Regen und Nässe erhöhen die Stromschlaggefahr. UV-Strahlung kann Augen und Haut schädigen. Funken und glühende Schlacke entzünden trockene Vegetation oder Materialien. Schweißrauch und Gase verbreiten sich schnell. Unzureichend gesicherte Gasflaschen können umfallen oder sich erwärmen. Passanten sind durch Lichtbogen und Funken gefährdet.
Konkrete Verhaltensregeln
Sichere Arbeitszone: Richte eine abgesperrte Zone ein. Verwende Schweißvorhänge oder mobile Schutzwände. Stelle Warnschilder auf. Halte Unbeteiligte auf Abstand.
Persönliche Schutzausrüstung: Trage einen geeigneten Schweißhelm mit korrektem Filtergrad. Nutze hitzebeständige Lederhandschuhe und Schutzkleidung ohne Kunstfasern. Trage Sicherheitsschuhe mit isolierender Sohle. Verwende bei Bedarf Atemschutz gegen Metallrauch.
Ausrüstung prüfen: Kontrolliere Kabel, Erdungsanschluss und Anschlussstellen vor jedem Einsatz. Achte auf intakte Isolierung. Schweiße nur auf trockenen, stabilen Flächen.
Gaskartuschen und Flaschen: Stelle Gasflaschen immer aufrecht und sichere sie gegen Umfallen. Halte Ventile geschützt. Entferne Flaschen aus Brandbereichen, wenn möglich.
Niemals im Freien schweißen bei Gewitter. Blitzschlaggefahr ist real.
Notfallmaßnahmen
Brand: Sofort Feuerlöscher einsetzen. Für Metall- und Feststoffbrände eignet sich ein Pulverlöscher. CO2-Löscher sind bei elektrischen Bränden geeignet, wenn sicher ist, dass keine Person in Gefahr ist. Alarmiere die Feuerwehr unverzüglich, wenn das Feuer nicht sicher zu löschen ist.
Stromunfall: Berühre die verletzte Person nicht, solange Spannung anliegt. Trenne die Stromquelle. Rufe sofort den Notruf (z. B. 112). Beginne bei Bedarf mit Wiederbelebungsmaßnahmen.
Verbrennungen: Kühle die betroffene Stelle sofort mit fließendem Wasser für mindestens zehn Minuten. Entferne Schmuck, sofern möglich. Decke die Wunde steril ab und suche ärztliche Hilfe.
Gasleck oder Zylinderbrand: Evakuiere den Bereich. Kühl die Flasche mit Wasser, wenn das sicher möglich ist. Versuche nicht, eine brennende Flasche zu bewegen. Warte auf die Feuerwehr.
Rauchinhalation: Bring Betroffene an die Frischluft. Suche ärztliche Hilfe bei Atembeschwerden.
Führe vor jeder Außenarbeit eine kurze Sicherheitsinspektion durch. Halte Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Set und Kommunikationsmittel bereit. Bestimme eine Person für die Feuerwache für mindestens 30 Minuten nach Beendigung der Schweißarbeiten. So reduzierst du die Risiken deutlich.
Schritt-für-Schritt-Anleitung für sicheres Schweißen im Freien
- Arbeitsbereich beurteilen
Beginne mit einer Sichtprüfung des Einsatzorts. Suche nach brennbaren Materialien wie trockenem Laub, Holzpaletten oder Flüssigkeitsrückständen. Prüfe Bodenbeschaffenheit auf Stabilität und Rutschgefahr. Markiere Gefahrenstellen sofort und entferne leicht entzündliche Gegenstände soweit möglich.
- Risikoanalyse und Genehmigungen
Ermittle mögliche Risiken für Personen und Umgebung. Kläre, ob eine Genehmigung oder besondere Sicherheitsvorkehrungen auf der Baustelle nötig sind. Informiere Verantwortliche über geplante Arbeiten. Bei öffentlichen Bereichen informiere örtliche Behörden oder Aufsichtspersonen.
- Absperrung und Warnung
Richte eine abgesperrte Zone ein. Nutze Absperrband, Leitkegel oder mobile Zäune. Stelle gut sichtbare Warnschilder auf. Halte einen Sicherheitsabstand für Unbeteiligte ein. Unbeteiligte immer fernhalten, besonders Kinder und Passanten.
- Untergrund und Erdung prüfen
Stelle sicher, dass das Werkstück fest und elektrisch leitend mit der Erdung verbunden ist. Prüfe Kabel und Klemmen auf Beschädigungen. Eine mangelhafte Erdung erhöht das Risiko für Stromschläge und schlechte Nähte.
- Wind- und Wetterschutz aufbauen
Bei starkem Wind verwende Windschutzwände oder Schweißvorhänge. Richte einen überdachten, aber gut belüfteten Bereich ein, wenn Regen droht. Niemals ohne geeigneten Wetterschutz schweißen, wenn die Maschine nicht dafür ausgelegt ist.
- Brandschutz bereitstellen
Platziere geeignete Feuerlöscher in Reichweite. Halte Löschdecken und Sand bereit. Bestimme eine Person für die Feuerwache während der Arbeit und 30 Minuten danach. Entferne brennbare Materialien aus einem Radius von mindestens 10 Metern.
- Ausrüstung und Maschinen prüfen
Kontrolliere Schweißgerät, Kabel, Gasflaschen und Anschlüsse. Prüfe Druckregler und Schlauchleitungen auf Undichtigkeiten. Stelle Gasflaschen immer senkrecht und sicher ab. Bei Defekten nicht starten. Lass die Geräte vor Inbetriebnahme warten.
- Persönliche Schutzausrüstung anlegen
Trage einen geprüften Schweißhelm mit passendem Filtergrad. Nutze Lederhandschuhe, flammenfeste Kleidung ohne Kunstfasern und Sicherheitsschuhe. Bei Rauchentwicklung verwende geeigneten Atemschutz. Achte auf gute Passform und Sichtfeld.
- Schweißparameter einstellen und Testschweißen
Wähle Stromstärke, Drahtvorschub und Gasfluss passend zum Material. Mache eine Probe auf Reststücken. Prüfe die Nahtqualität. Stelle bei Bedarf nach. Eine fehlerhafte Einstellung erhöht Nacharbeit und Risiken.
- Kontrolliertes Schweißen
Schweiße in kurzen Intervallen. Beobachte Funkenflug. Halte ständigen Blick auf mögliche Brandherde in der Umgebung. Pausiere bei plötzlichem Wetterumschwung oder starkem Wind. Kommuniziere mit der Feuerwache und dem Team.
- Nacharbeit und Kühlung
Kühle geschweißte Teile kontrolliert. Entferne glühende Rückstände und Schlacke sofort mit geeignetem Werkzeug. Prüfe, ob Funken in entfernte Bereiche geweht wurden. Halte während der Abkühlphase Abstand zu brennbaren Stoffen.
- Aufräumen und Entsorgung
Sammle Metallreste und Funkenreste in einer feuerfesten Behälterbox. Entsorge ölgetränkte Lappen sicher. Räume Gasflaschen vorschriftsgemäß weg. Stelle sicher, dass alle Geräte stromlos und gesichert sind.
Kontrolle nach Beendigung
Führe eine Abschlusskontrolle durch. Überprüfe den Bereich auf glimmende Stellen. Entferne Absperrungen erst, wenn keine Brandgefahr mehr besteht. Dokumentiere Vorfälle und notiere verwendete Feuerlöscher. Gib die Freigabe zur Weiterarbeit erst nach positiver Sicherheitsprüfung.
Kauf-Checkliste für Schweißgeräte und Zubehör im Außeneinsatz
- Maschinenleistung und Einsatzzweck Wähle ein Gerät mit ausreichender Leistung für Materialstärke und Schweißverfahren. Achte auf den Einschaltdauerwert Duty Cycle und darauf, ob du 230 V, 400 V oder eine Batteriequelle brauchst.
- IP-Schutz und Gehäuse Prüfe den IP-Schutzgrad gegen Staub und Spritzwasser. Ein robustes, wetterfestes Gehäuse sorgt dafür, dass der Generator oder das Gerät draußen länger zuverlässig läuft.
- Erdung und Schutzschaltungen Achte auf eine sichere Erdungsklemme und intakte Masseverbindungen am Gerät. Zusätzlich sollte ein Fehlerstromschutzschalter oder ein Schutz gegen Überstrom vorhanden sein.
- Gasflaschen, Druckregler und Anschlüsse Kaufe geprüfte Druckregler und Schläuche mit passenden Normanschlüssen. Sorge dafür, dass Flaschen sicher stehen, gegen Umfallen gesichert sind und Ventile geschützt gelagert werden.
- Windschutz und Absperrungen Plane mobile Schweißvorhänge oder Windschutzwände ein, die den Schutzgasfluss stabilisieren und Funkenflug begrenzen. Checke, ob Befestigungen standfest sind und sich nicht bei Böen lösen.
- Brandschutz und Löschmittel Stelle geeignete Feuerlöscher bereit. Für Metallspritzer nutze Pulverlöscher und habe zusätzlich Löschdecken und Sand in Reichweite.
- Persönliche Schutzausrüstung und Atmungsschutz Kaufe einen Schweißhelm mit dem passenden Schutzfilter, hitzebeständige Handschuhe und flammfeste Kleidung ohne Kunstfasern. Verwende bei Schweißrauch einen geeigneten Atemschutz and achte auf rutschfeste Sicherheitsschuhe.
Do’s & Don’ts beim Schweißen im Freien
Hier findest du kurze Hinweise, welche typischen Fehler du vermeiden solltest und wie du es richtig machst. Die Tabelle zeigt praxisnahe Paare. Halte dich an die Do’s, um Unfälle zu verhindern und Arbeitszeit zu sparen.
| Don’ts | Do’s |
|---|---|
|
Nicht bei Gewitter oder sichtbarem Blitzschlag schweißen |
Arbeite nur bei sicherem Wetter. Schalte Geräte aus und such Schutz, bis das Gewitter vorbei ist. |
|
Arbeitsplatz nicht absperren oder Passanten unbeaufsichtigt lassen |
Richte Absperrungen, Warnschilder und Schweißvorhänge ein. Halte Unbeteiligte mindestens in sicherer Entfernung. |
| Mit Kleidung aus Kunstfasern schweißen | Trage flammfeste Kleidung ohne Kunstfasern, Lederhandschuhe und Schutzschuhe mit durchtrittsicherer Sohle. |
| Gasflaschen ungeeignet lagern oder nicht sichern | Stelle Flaschen senkrecht und sichere sie mit Ketten oder Haltern. Schütze Ventile und bewahre Abstand zu Hitzequellen. |
| Erdung und Kabel vor Einsatz nicht prüfen | Kontrolliere Erdung, Kabel und Klemmen auf Beschädigungen. Ersetze defekte Leitungen vor Arbeitsbeginn. |
|
Keine Feuerwache und keine Löschmittel bereithalten |
Platziere geeignete Feuerlöscher in Reichweite. Bestimme eine Person für die Feuerwache während der Arbeit und 30 Minuten danach. |
Häufige Fragen zum Schweißen im Freien
Wie gehe ich sicher mit starkem Wind um?
Wind stört Schutzgas und kann Funken weitertragen. Baue einen geeigneten Windschutz aus Vorhängen oder mobilen Wänden und positioniere dich so, dass der Wind von dir weg weht. Wähle bei starkem Wind ein Verfahren, das weniger gasabhängig ist, oder verschiebe die Arbeit.
Wie schütze ich Augen und Haut vor UV-Strahlung und Blendung?
Trage einen geprüften Schweißhelm mit dem passenden Filtergrad und komplett geschlossene Schutzausrüstung. Bedecke alle Hautflächen mit flammfesten Materialien. Sorge mit Vorhängen oder Abschrankungen dafür, dass Passanten nicht geblendet werden.
Kann ich bei Regen oder nasser Umgebung schweißen?
Feuchtigkeit erhöht die Stromschlag- und Rutschgefahr erheblich. Schütze Gerät und Arbeitsfläche mit Planen oder einer Überdachung und stelle sicher, dass Anschlüsse trocken bleiben. Wenn die Bedingungen unsicher sind, verschiebe die Arbeit.
Welche Löschmittel sollte ich bereithalten?
Ein ABC-Pulverlöscher deckt die meisten Brandfälle bei Schweißarbeiten ab. CO2-Löscher sind sinnvoll bei elektrischen Bränden, wenn keine Personen unmittelbar betroffen sind. Für Metallbrände benötigst du spezielle Klasse D-Löscher oder geeignete Mittel und musst im Vorfeld prüfen, ob solche Brandszenarien auftreten können.
Wie lange muss ich nach dem Schweißen Brandschutzmaßnahmen aufrechterhalten?
Behalte den Bereich nach dem Schweißen noch eine Zeitlang im Blick. Eine Feuerwache für mindestens 30 Minuten ist üblich, um Glutnester zu erkennen. Prüfe den Arbeitsbereich abschließend auf glimmende Stellen, bevor du Absperrungen entfernst.
Rechtliche Vorgaben und Vorschriften in Deutschland
Arbeitsschutz und Unterweisung
Beim Schweißen gilt das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Du musst Gefährdungsbeurteilungen durchführen und schriftliche Unterweisungen anbieten. Beschäftigte brauchen regelmäßige Einweisungen und gegebenenfalls spezielle Schulungen. Halte Nachweise über Unterweisungen und Prüfungen bereit.
Betriebssicherheit und Unfallverhütung
Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) verlangt geprüfte Arbeitsmittel und regelmäßige Prüfungen. Unfallverhütungsvorschriften der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung geben konkrete Maßnahmen vor. Achte auf geprüfte Feuerlöscher, intakte Erdung und sichere Gasanschlüsse. Eine mangelhafte Umsetzung kann zu Bußgeldern und Versicherungsproblemen führen.
Feuer- und Brandschutzauflagen
Viele Baustellen verlangen eine Heißarbeitsgenehmigung oder eine Feuerwache bei Schweißarbeiten. Lokale Feuerwehr- oder Bauaufsichtsbehörden können zusätzliche Auflagen erteilen. Kläre im Vorfeld, ob ein Hot-Work-Permit nötig ist. Sorge dafür, dass Brandschutzmaßnahmen dokumentiert sind und dass Löschmittel vor Ort bereitstehen.
Emissions- und Umweltschutz
Für Schweißrauch und gasförmige Emissionen gelten Regelungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und die zugehörigen technischen Regeln. Bei erhöhten Belastungen sind Messungen und medizinische Vorsorge erforderlich. In sensiblen Bereichen können auch Anforderungen aus dem Bundes-Immissionsschutzgesetz und der TA Luft gelten. Entsorge ölgetränkte Lappen und Schlacke nach den abfallrechtlichen Vorgaben.
Baustellen- und lokale Vorgaben
Auf Baustellen ist die Baustellenverordnung relevant. Der Auftraggeber oder die Baustellenkoordinatoren müssen Sicherheitskonzepte vorgeben. Halte dich an örtliche Ordnungsvorschriften und an Weisungen des Arbeitsschutzkoordinators. Bei Arbeiten in öffentlichen Bereichen informiere die zuständige Behörde oder den Grundstückseigentümer.
Praktische Umsetzung und Konsequenzen bei Verstößen
Führe eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung durch. Hole erforderliche Genehmigungen ein. Dokumentiere Schulungen, Prüfungen und die Bereitstellung von Löschmitteln. Bei Verstößen drohen Bußgelder, Stilllegungen von Arbeitsbereichen und Haftungsansprüche bei Schäden oder Verletzungen. In schweren Fällen kann es zu strafrechtlichen Folgen kommen. Eine gute Dokumentation und eine frühzeitige Abstimmung mit Behörden reduzieren das Risiko.
Fehler finden und beheben beim Schweißen im Freien
Schweißen draußen bringt spezielle Störquellen mit sich. Die folgende Tabelle hilft dir, typische Probleme schnell zu erkennen. Zu jedem Problem findest du mögliche Ursachen und konkrete Schritte zur Behebung.
| Problem | Wahrscheinliche Ursache | Konkrete Lösungsschritte |
|---|---|---|
|
Instabiler Lichtbogen / Schutzgas wird verloren |
Starker Wind oder ungeschützte Arbeitszone. Schutzgas wird weggeweht. | Baue einen Windschutz oder schiebe Vorhänge um die Arbeitsstelle. Positioniere dich so, dass der Wind von dir weg weht. Nutze bei starkem Wind ein weniger gasabhängiges Verfahren. |
|
Poröse Nähte / Lufteinschlüsse |
Verschmutzte oder feuchte Werkstücke. Falsches Gas oder zu geringer Gasfluss. | Reinige und entfette die Schweißstelle. Trockne Bauteile vor dem Schweißen. Prüfe Gasart und Flussmenge und erhöhe bei Bedarf. |
|
Schlechte Durchdringung / unvollständige Verbindung |
Zuwenig Stromstärke oder falsche Elektrodengröße. Zu große Nahtspalte. | Erhöhe die Stromstärke gemäß Materialstärke. Verwende passende Elektrode oder Draht. Passe Passgenauigkeit und Spaltbreite an. |
|
Starkes Spritzen / übermäßiges Spatter |
Falsche Polarität, falsche Drahtvorschub- oder Spannungseinstellung. | Überprüfe Polarität und Geräteeinstellungen. Reduziere Drahtvorschub oder Spannung schrittweise. Nutze sauberen Draht und saubere Düse. |
|
Elektrode klebt / MMA hängt |
Zu geringe Stromstärke oder schlechte Erdverbindung. | Erhöhe den Strom leicht. Prüfe und verbessere die Erdung am Werkstück. Nutze passende Elektroden für das Material. |
|
Gerät überhitzt oder fällt aus |
Unzureichende Belüftung oder zu hoher Duty Cycle bei hohen Außentemperaturen. | Schalte das Gerät aus und lasse es abkühlen. Sorge für freie Luftzirkulation. Plane Pausen ein oder verwende ein Gerät mit höherem Duty Cycle. |
Kontrolliere nach der Behebung die Nahtqualität und wiederhole bei Bedarf einzelne Schritte. Viele Probleme lassen sich durch saubere Vorbereitung und korrekte Einstellungen vermeiden.
